EchoSpore

Wahre Kunst bleibt unvergänglich. (Beethoven)

Bachrich, Ernst

*1892/5/30 @ A - Wien
†1942/7/11 @ PL - Majdanek


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Biographisches etc.:


Ergänzende Detailinformationen mit Dank an

Stadtarchiv Düsseldorf
« Nach meiner Recherche zu Dr. Ernst Bachrich habe ich folgendes in unserer Datenbank gefunden:
Bestätigen kann ich die Zeit von 1928/1929 in der er Kapellmeister in Düsseldorf war. In dem Buch "Beiträge zur Rheinischen Musikgeschichte" ist eine Erwähnung dieser Stelle unter dem I. Kapellmeister Karl Maria Zwissler. Ein Foto konnten wir nicht ausfindig machen. In der Einwohnermeldekartei (Signatur: 7-4-3-8-1004) finden sich folgende Informationen:
Dr. Ernst Emanuel Bachrich, *30.05.1892 Wien
Kapellmeister
Ledig
Ohne Konfession
Mit Paß von Wien:
13.08.1928 Gneisenaustraße 32
06.07.1929 Wasserstraße 9
03.07.1930 Abmeldung nach Duisburg »

Stadtarchiv Duisburg
« Aus der uns vorliegenden Personalakte von Dr. Ernst Bachrich (Bestand 103 A/36761) geht hervor, dass er vom 01.09.1929 bis 31.08.1932 als Kapellmeister und I. Korrepetitor am Theater in Duisburg engagiert war (damals noch "Vereinigte Stadttheater Duisburg-Bochum").
Er kam aus Düsseldorf und war dort II. Kapellmeister und Solorepetitor.
Er hat von 1929 bis 1932 auch in Duisburg gewohnt. Auf seiner Einwohnermeldekarte ist das eindeutige Geburtsdatum eingetragen: 30.05.1892 in Wien. »

Unser besonderer Dank gilt Frau Dr. Primavera Driessen Gruber in Wien sowie dem Verein orpheus.news, der sich der Vermittlung von Informationen zu NS-verfolgten Musikschaffenden zum Ziel setzt. Frau Dr. Primavera Driessen Gruber gab insbesondere den entscheidenden Hinweis auf die Arbeit von Herrn Matthew Vest (s.u.).


Werkverzeichnis(se) etc.:

κατάλογο / katálogo


Mit Dank an / With thanks to

Matthew Vest
Music Inquiry and Research Librarian
UCLA Music Library
Los Angeles, CA 90095-1490

Werke mit Opuszahl / Works with Opus Numbers



Werke ohne Opuszahl / Works without Opus Numbers

Arrangements

s.a.



Anmerkungen zu
Psalm für mittlere Stimme und Streichquartett (Klavier), op. 10, No. 1,
Text von Emil Arnold Holm:

« Herr, sende mir Sturm, send' mir nicht Segen !
Ich will zu Dir wandern auf dornigen Wegen.
Ich will vor Dir beben wie das Gras im Winde,
suche mich heim, auf dass ich Dich finde. »

Vgl.
Psalm 103.15-16 « ...Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Feld; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr.... »
und
Psalm 107.25-30 « ...wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhob, und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte, daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wußten keinen Rat mehr, die zum HERRN schrieen in ihrer Not, und er führte sie aus ihren Ängsten und stillte das Ungewitter, daß die Wellen sich legten und sie froh wurden, daß es still geworden war und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch... »

zu Emil Arnold-Holm s.a. Wikipedia:
« Emil Arnold-Holm war ein österreichischen Dichter aus den 1930er Jahren, dessen Identität nicht geklärt ist.
Es wird angenommen, dass es sich bei Emil Arnold-Holm um einen jüdischen Autor handelt, der vielleicht 1911 in der Bukowina geboren wurde. Diese Annahme stützt sich darauf, dass Werke Arnold-Holms für eine Bukowina-Anthologie von A. Kittner vorgesehen waren.
Eine andere Theorie sieht in Arnold-Holm den in Wien geborenen Bruder des Komponisten Leo Ascher, Arnold Ascher. Dieser war ebenfalls Komponist und Vorsitzender einer B’nai B’rith-Loge in Wien gewesen und starb hier 1938 in einem Gefängnis der Gestapo.
Im Jahre 1955 erschien ein Anthologieband Dein Herz ist deine Heimat, in dem Gedichte Arnold-Holms vertreten waren und angegeben wurde, es handle sich um einen jungen österreichischen Autor, der bei einem der ersten Pogrome des Jahres 1938 in Wien getötet wurde. »

s.a. editionvirgines.de p67-69 = pdf-p 39-41

und zu Arnold Ascher: